Weihrauch - Heilpflanze aus der Weihnachtsgeschichte

Weihrauch - Boswellia serrata

Geschichte

Auch wenn wir Weihrauch vor allem aus der Weihnachtsgeschichte der Evangelien kennen, handelt es sich auch um eine sehr alte Heilpflanze.

In der Antike erfüllte sein Wohlgeruch die Tempel, Kirchen und Synagogen. Das große Weihrauchfass von Santiago di Compostella in Spanien, das so gross ist, dass mehrere Männer gemeinsam es halten müssen, wenn es durch die Kirche schwingt, wird seit dem Mittelalter benutzt.

Stets war Weihrauch kostbar: er bedeutete Macht und Reichtum und war königliches Geschenk. Er wurde als Räuchermittel gegen schlechten Geruch eingesetzt und sollte so auch vor Krankheiten schützen. Medizinisch erstmals erwähnt wurde Weihrauch in einem ägyptischen Papyrus, der mehr als 3500 Jahre alt ist (der Papyrus Ebers). Hippokrates, Paracelsus und Hildegard von Bingen wendeten i hn an, und in der ayurvedischen Medizin Indiens wird er verwendet.

Es gibt unterschiedliche Arten des Weihrauchbaumes. Heute sind vor allem der indische Weihrauch (gewonnen von Boswellia serrata) und der arabische Weihrauch (Boswellia sacra) bedeutend. Arabien, vor allem der heutige Oman, war auch Ursprung des Weihrauchs, der in der Antike und im Mittelalter in Europa verwendet wurde.

Boswellia ist in trockenen Gebieten heimisch. Gewonnen wird das Harz, das nach dem Ankratzen der Rinde an der Luft trocknet und dann gesammelt wird.

Wirkung des Weihrauchs

Die Wirkung des Harzes ist hauptsächlich entzündungshemmend (durch Veränderung enzymatischer Aktivitäten und der Hemmung von Entzündungs-Botenstoffen). Weihrauchbestandteile wirken außerdem beruhigend auf den Darm und regulieren das Immunsystem. Es gibt auch Hinweise auf schmerzstillende und allgemein beruhigende Wirkungen. Weihrauch scheint auch schützend auf die Leber zu wirken und gegen Mikroben wirksam zu sein. Weihrauch wird auch „Pflanzliches Kortison“ genannt.

Weihrauch in der Therapie

Für den Einsatz von Weihrauch zu therapeutischen Zwecken gibt es bewährte Indikationen. So wirkt Weihrauch beim Menschen effektiv gegen Morbus Crohn  und Colitis ulcerosa. Er wird auch bei Asthma, Arthritis und Rheuma verwendet. Klinisches Studien zeigten, dass Weihrauch tatsächlich als Ersatz für Kortison sehr wirksam.

Nebenwirkungen bei der Verwendung von Weihrauch waren Magenbeschwerden und Hautrötungen. Beides klang nach dem Absetzen des Mittels schnell ab.

Es gibt unterschiedliche Arten, Weihrauch zu therapeutischen Zwecken zu verwenden. Homöopathisch stehen Urtinkturen und verschieden Potenzen zur Verfügung. Für die Anwendung bei Tieren gibt es Kapseln oder Pulver, das zum Beispiel als Ergänzungsfutter bei Beschwerden im Bewegungsapparat angeboten wird.