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Das Bi-Syndrom der Traditionellen Chinesischen Medizin

Bi-Syndrom: Blockade von Chi und Blut

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird das sogenannte Bi-Syndrom als Blockade von Qi (Lebensenergie) und Xue (Blut) bezeichnet. Im Buch "Innere Klassiker des gelben Kaisers" (Huang Di Neijing) wird über das Bi-Syndrom gesagt: „Bi wird gebildet aus einer Zusammenwirkung von Wind, Kälte und Nässe“. Normalerweise strömen Qi und Xue dicht an der Körperoberfläche in Energiebahnen – in 12 regulären Meridianen und 8 Extra-Meridianen – wie in einem Flussbett. Solange sie ungestört und gleichmäßig fließen können, werden Qi und Xue gar nicht wahrgenommen. Hingegen wird bei einer Blockade von Qi und Xue Schmerz wahrgenommen. In diesem Artikel geht es in erster Linie um das Bi-Syndrom im Zusammenhang mit Gelenkserkrankungen.

  • Blutgefäße Þ Kreislaufbelastungen, Kurzatmigkeit
  • Sehnen Þ Schmerzen in den Sehnen
  • Knochen Þ Schmerzhafte Gelenke mit Verformungen / Verdickungen

Die Ursache für ein Bi-Syndrom ist die Schwäche des Wei-Qi. 

Wei-Qi (Abwehr-Qi) zirkuliert in Haut und Muskeln und hat die Aufgabe, den Körper zu schützen und zu wärmen. Dieses Qi wird mit Hilfe des Ursprungs-Qi (Yuan-Qi) durch das Gu-Qi (Nahrungs-Qi), dem Zhong-Qi (Luft-Qi) gebildet. Hier können wir schon sehen, welchen Einfluss Fei (Lunge), Pi (Milz) und Shen (Niere) auf die Entstehung des Bi-Syndroms haben können.

Ist der Körper, zum Beispiel durch schlechte Ernährung (Pi-Qi-Mangel), allgemeine Schwäche (Fei-Qi-Mangel), oder körperliche Überanstrengung einer Gliedmaße geschwächt, können pathogene Faktoren wie Wind, Kälte und Feuchtigkeit in den Körper eindringen. Diese Faktoren verursachen dann die Verlegung eines Meridians und die Behinderung des Energieflusses, was letztendlich zu einer Obstruktion des Qi- und Xue-Flusses führt. Symptome der Qi-Stagnation sind flüchtige, zeitweilige Schmerzen, die sich verlagern und manchmal auch stärker werden können. Sie bessern sich oft durch Wärme und Bewegung. Symptome der Xue-Stase sind anhaltende, lokale, stechende Schmerzen.

Wie schon oben kurz erwähnt, können auch endogen Faktors wie:

  • - Mangel an Yang
  • - Mangel an Qi
  • - Mangel an Xue
  • - Mangel an Essenz 

die Ursache für ein Bi-Syndrom sein.

Insoweit erklärt sich, dass nicht selten eine allgemeine Empfänglichkeit (Prädisposition) für die Anhäufung eines ganz bestimmten äußeren Pathogens schuld ist.

Nun aber zu einem Beispiel, welches die Ursachen einer chronische Arthritis (Knochen-Bi) darstellen kann:

Nieren-Yin, Yang-Mangel, Xue-Leere, Qi-Leere und Pi-Mangel sind die am häufigsten auf-tretenden Organstörungen, die als Ursache zu Gelenksdegenerationen führen.

  1. Störungen im Meridianverlauf: Feuchtigkeit und Kälte dringen in ein Gelenk und stören den freien Qi-Fluß. Es kommt zu einer Qi-Stagnation. Im weiteren Verlauf, kommt es dann zu einer Xue-Stagnation.
  2. Störungen der Zang Fu Organe ; Nieren-Yang-Mangel:

Die Niere speichert die Essenz. Die Essenz stammt sowohl aus der Vor-Himmel- als auch aus der Nach-Himmel-Essenz und liefert die stoffliche Grundlage für Nieren-Yin und Nieren-Yang. Die Niere als „Wurzel des Qi“ ist die Grundlage für die Yin- und Yang-Energien des Körpers und auch der Ursprung von Feuer und Wasser. Sie ist die Quelle des Körperfeuers, was auch unter dem begriff “Ming Men“ (Tor der Vita-lität) bekannt ist. Überarbeitung, chronische Erkrankungen und ererbte Schwäche können zu einem Nieren-Yin-Mangel oder Nieren-Yang-Mangel führen. Ein Nieren-Yang-Mangel hat zur Folge, dass das Pi (Milz) nicht genügend Wärme zur Verfügung gestellt bekommt, um Nahrung umzuwandeln und zu transportieren. Es kommt zu einer Ansammlung von Schleim. Schleim ist gleichzeitig ein pathologischer Zustand und ein ätiologischer Faktor. Schleim, der über längere Zeit besteht, kann selbst zu einer Erkrankungsursache werden. Er kann sich, in unserem Beispiel, in den Gelenken ablagern und zu arthritischen Knochendeformationen führen. Das ganze wird nun begünstigt, wenn dieser Patient der Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Aber auch Überbeine und übertriebene Kallusbildung kann die Folge sein.

Feuchte-Bi

Akupunktur: Nässe muss beseitigt, (das gilt natürlich auch für z.B. Feuchtigkeit im Stall), Qi bewegt und die Milz gestärkt werden. Hier wirken Fernpunkte besser als Nahpunkte.

Phytotherapie: Spiraea ulmaria (Mädesüß), Acorus calamus (Kalmus)

Hitze-Bi

Akupunktur:

Hitze muss ausgeleitet werden. Wichtig: Es darf nicht tonisierend genadelt werden.

Phytotherapie:

Boswellia serrata (Weihrauch) 

Knochen-Bi Akupunktur:

Hier gilt das Prinzip des Nährens der Knochen, der Bewegung des Qi und der Auflösung des Schleims.

Phytotherapie:

Urtica urens (Brennessel) , Spiraea ulmaria (Mädesüß) 

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird das sogenannte Bi-Syndrom als Blockade von Qi (Lebensenergie) und Xue (Blut) bezeichnet. Im Buch "Innere Klassiker des gelben Kaisers" (Huang Di Neijing) wird über das Bi-Syndrom gesagt: „Bi wird gebildet aus einer Zusammenwirkung von Wind, Kälte und Nässe“. Normalerweise strömen Qi und Xue dicht an der Körperoberfläche in Energiebahnen – in 12 regulären Meridianen und 8 Extra-Meridianen – wie in einem Flussbett. Solange sie ungestört und gleichmäßig fließen können, werden Qi und Xue gar nicht wahrgenommen. Hingegen wird bei einer Blockade von Qi und Xue Schmerz wahrgenommen. In diesem Artikel geht es mir in erster Linie um das Bi-Syndrom im Zusammenhang mit Gelenkserkrankungen.

Blutgefäße Þ Kreislaufbelastungen, Kurzatmigkeit

Sehnen Þ Schmerzen in den Sehnen

Knochen Þ Schmerzhafte Gelenke mit Verformungen / Verdickungen

Die Ursache für ein Bi-Syndrom ist die Schwäche des Wei-Qi.

Wei-Qi (Abwehr-Qi) zirkuliert in Haut und Muskeln und hat die Aufgabe, den Körper zu schützen und zu wärmen. Dieses Qi wird mit Hilfe des Ursprungs-Qi (Yuan-Qi) durch das Gu-Qi (Nahrungs-Qi), dem Zhong-Qi (Luft-Qi) gebildet. Hier können wir schon sehen, welchen Einfluss Fei (Lunge), Pi (Milz) und Shen (Niere) auf die Entstehung des Bi-Syndroms haben können.

Ist der Körper, zum Beispiel durch schlechte Ernährung (Pi-Qi-Mangel), allgemeine Schwäche (Fei-Qi-Mangel), oder körperliche Überanstrengung einer Gliedmaße geschwächt, können pathogene Faktoren wie Wind, Kälte und Feuchtigkeit in den Körper eindringen. Diese Faktoren verursachen dann die Verlegung eines Meridians und die Behinderung des Energieflusses, was letztendlich zu einer Obstruktion des Qi- und Xue-Flusses führt. Symptome der Qi-Stagnation sind flüchtige, zeitweilige Schmerzen, die sich verlagern und manchmal auch stärker werden können. Sie bessern sich oft durch Wärme und Bewegung. Symptome der Xue-Stase sind anhaltende, lokale, stechende Schmerzen.

Wie schon oben kurz erwähnt, können auch endogen Faktoren wie

  • - Mangel an Yang
  • - Mangel an Qi
  • - Mangel an Xue
  • - Mangel an Essenz

die Ursache für ein Bi-Syndrom sein.

Literaturhinweise :

- „Akupunktur in der Tiermedizin“ von Allen M. Schoen; Urban & Fischer Verlag München, 2003

- „Leitfaden Naturheilverfahren in der Kleintierpraxis“ von Susan G. Wynn, Steve Mardsen; Urban & Fischer Verlag München, 2005

- „Bi-Syndrome“ von Christina Matern; August-Brodde-Schule Wuppertal, 2007

- „Die Grundlagen der Chinesischen Medizin“ von Giovanni Macioca; Verlag für  Ganzheitliche Medizin, 1997„TCM mit westlichen Pflanzen“ von Rita Travesier, Kurt Staudinger, Sieglinde Friedrich; Sonntag Verlag, 2005